Leistungen an Integrationsfachdienste

Die Integrationsfachdienste (IFD) beraten und begleiten Menschen mit Schwerbehinderung mit besonderem psychosozialen Unterstützungsbedarf. Auch deren Arbeitgeber können sich bei allen Fragen rund um die Eingliederung und Beschäftigung dieser Zielgruppe an die IFD wenden. Die Strukturverantwortung für die Integrationsfachdienste, die bei Dritten, zumeist freien Trägern angesiedelt sind, liegt seit 2005 bei den Integrations-/Inklusionsämtern. Die erfolgreiche Arbeit der IFD belegen die folgenden Tabellen und Grafiken.

Unterstützte Personen

  • Mehr unterstützte Personen

    1.764

    Die Zahl der vom IFD unterstützten Menschen mit Schwerbehin­derung und Gleichgestellte stieg im Jahr 2024 um 1.764 Personen auf 58.140.

  • Beschäftigungs­verhältnisse

    59 %

    Knapp zwei Drittel der unterstützten Personen standen in einem Beschäftigungsverhältnis.

  • Klienten aus WfbM

    1.074

    Die Zahl der Klienten der IFD aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) ist um 77 Personen gesunken.

  • Klienten aus Schulen

    12.101

    Die Zahl der Klienten aus Schulen ist gegenüber dem Vorjahr um 37 begleitete Schülerinnen und Schüler leicht gestiegen.

  • Arbeitslosigkeit

    +1.666

    10.495 Klienten waren 2024 arbeitslos oder arbeitssuchend. Das waren 1.666 mehr als im Vorjahr.

IFD-Struktur

Integrationsfachdienste (IFD)202220232024
Anzahl der IFD210198197
Anzahl Fachberaterstellen1.2761.3011.330
Anzahl Fachkräfte (Personen)1.7261.8251.856

Quelle: BIH, eigene Erhebung

Behinderungsarten der unterstützten Personen

Die Zusammensetzung der Klienten der Integrationsfachdienste nach Arten der Beeinträchtigung entspricht weitgehend den gesetzlichen Zielgruppen (§ 192 SGB IX). Demnach sollen vor allem seelisch und geistig beeinträchtigte Menschen sowie Menschen mit einer schweren Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbeeinträchtigung zur Sicherung ihrer Teilhabe oder zur Erlangung eines geeigneten Arbeitsplatzes – insbesondere beim Übergang aus Schulen und Werkstätten – durch die Integrationsfachdienste unterstützt werden. Das nachstehende Diagramm zeigt die tatsächliche Verteilung.

Quelle: BIH, eigene Erhebung

Woher die Aufträge kommen

Hauptauftraggeber der Integrationsfachdienste blieben weiterhin die Integrations- und Inklusionsämter.

Auftraggeber202220232024
Integrations-/Inklusionsämter51.43551.66453.236
Rehabilitationsträger2.9532.8533.118
Sonstige1.6661.8591.786

Quelle: BIH, eigene Erhebung

Sicherung von Arbeitsplätzen

Die hohe und über viele Jahre gewachsene Arbeitsmarktpräsenz der Integrationsfachdienste trägt dazu bei, dass die IFD als kompetentes und neutrales Unterstützungsangebot auch von den Arbeitgebern allgemein akzeptiert und genutzt werden. Die Quote der erfolgreich gesicherten Arbeitsverhältnisse liegt seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau.

Arbeitsplatzsicherung202220232024
Anzahl der abgeschlossenen Sicherungsaufträge16.34116.89116.900
Erhaltene Arbeitsverhältnisse13.46913.88613.793
Quote der gesicherten Arbeitsverhältnisse858682

Quelle: BIH, eigene Erhebung

Kosten und Finanzierung der Integrationsfachdienste

  • Gesamtkosten in Mio. Euro

    138

    Die Gesamtkosten für die Integrationsfachdienste sind gegenüber dem Vorjahr um rund 8 Mio. Euro erneut gestiegen.

  • Finanzierung in Mio. Euro

    121

    Die Integrationsämter trugen mit 121 Mio. Euro den größten Anteil an der Finanzierung der IFD.

  • Durchschnittliche Fallkosten (Euro)

    2.375

    Die Fallkosten pro Person sind gegenüber dem Vorjahr um 73 Euro ge­stiegen.